Theater in der Filmdose

Filmdose Köln

Teitänic - Die tun nix, die wollen nur cruisen


Warum nur ist es am Rhein so schön? Dieser Frage gehen Tag für Tag zig Tausende von fußfaulen Reiselustigen nach, wenn sie auf wuchtigen Dampfern die Lieblings-Wasserader der Kölner flussauf- oder abwärts tuckern.
Neuester Stern am Kreuzfahrt-Himmel ist die kurz vor ihrer Entjungferungsfahrt stehende mit allen Raffinessen ausgestattete Königin der Rheindampferschiffe:
die MS TEITÄNIC.

Als Fünf-Sterne-Deluxe-Rheinperle mit allem Pipapo ausgestattet, soll die erste Reise alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen ... Das tut sie auch - nur irgendwie anders als geplant:

Denn natürlich geht auf dieser Reise so ziemlich viel, um nicht zu sagen alles komplett schief. Der ach so pompöse Kahn entpuppt sich als zusammengetackerte XXL-Barkasse mit Flicksbus-Charme. Und die angeblich so weit gereiste First-Class-Crew besteht aus nichts anderem als in die Jahre gekommene Klemmschwestern. Und keiner der drei Besatzungsmitglieder kann verstehen, wie sich tatsächlich Passagiere auf ihre dem Untergang geweihte Fregatte verirren!

Anfangs verläuft noch alles nach nach Traumschiff-Drehbuch! Die (selbsternannt) junge und (unübersehbar) dralle Arosa de Beutelear scheint auch überglücklich zu sein, darf sie doch mit ihrer nymphomanischen und verarmten Mutter Ruth auf Einladung des reichen Miethais Carl Klüngel auf der Teitänic eine Erste-Klasse-Kabine beziehen. Ein Luxus, den sich das Mutter-Tochter-Gespann seit dem Rauswurf aus der Poppelsdorfer Villa schon lange nicht mehr leisten kann.

Voller Vorfreude beobachtet die rösige Ruth, dass auch Arosa die eine oder andere Regung in Carls Spendierhosen auslöst. Doch dann verläuft die Reise ganz anders als gedacht:

Arosa trifft auf den talentfreien Zeichner Jeck, den selbsternannten „König der Welt“, dessen großes Herz einzig von seiner noch größeren Tumbheit übertroffen wird.! Es kommt wie es auf dem Traumschiff immer kommt: Arosa und Jeck verlieben sich Hals über Kopf und möchten fortan gemeinsam ihr Leben – begleitet von einem Celine-Dion-Soundtrack – verbringen. Aber es soll nicht sein.

Warum erzählt Kapitän Detlef von Winterfeld kein Seemansgarn sondern häkelt aus selbigem dekorative Abendkleider? Und warum ist er nicht see-, dafür aber wahnsinnig trinkfest?
Wie kam der patente aber handwerklich nicht sehr kompetente Chefsteward Fiktor von der Cruisingmeile am Aachener Weiher an Bord des Cruisingdampfers?
Warum wird die Chefhostess Beatrietsche immer dicker, ist es das Erbe der Heide Keller? Warum sind wir auch während einer Rheinkreuzfahrt vor dem Fluch der kölner Karnevalsmumie Marilu Hanuta nicht sicher?
Werden wir diese Antworten vom singenden griechischen Gesichts-Moussaka Costa Costgarnix noch vor der unausweichlichen Kollision auf dem Rhein erfahren?

Freuen Sie Sich auf eine puppenlustige Melange aus unglaubwürdiger und garantiert unlogischer ZDF-Traumschiffromantik gepaart mit Katastrophenfilm-Flair, prickelnder Erotik und den begnadeten Körpern von Alexander Moll, Charalampos Lavassas und Claus Janzen, sowie Manuel Rittich als Zweitbesetzung für Charalamposs!

Es wird also jeck an Deck, wenn die MS Teitänic in See sticht und auf See bricht und sie mit auf eine zwerchfellerschütternde Reise auf dem Rhein nimmt! Also nichts wie hin, Bordkarten sichern und rein ins Filmdosenvergnügen.

Keine Angst – die tun nichts, die wollen nur cruisen